In Casinos immer weniger Spieler
24 Mai, 2008 gepostet von Casino
Die Umsätze von Deutschlands Casinos sind in den vergangenen Jahren Stück für Stück zurückgegangen und für dieses Jahr wird eine zweistelligen Umsatzeinbruch erwartet. Grund dafür könnten auch die online Casinos sein, bei denen man bequem von zuhause aus seriös, sicher und anonym spielen kann und die tollen Bonusangebote viele Spieler dort hin locken.
„Faites votre jeu“ – der freundlichen Aufforderung der Croupiers, sein Spiel zu machen, kommen immer weiniger Menschen in den staatlichen Casinos zwischen Kiel und Konstanz nach. Daraus folgen geringere Erträge, die auch die Länder und Kommunen schwer treffen. In den ersten 100 Tage in diesem Jahr waren die Zahlen so ernüchternd, dass die Deutschen Spielbanken Interessen- und Arbeitsgemeinschaft (Desia) Alarm schlug. Denn die Zwischenbilanz lässt für 2008 nichts Gutes erahnen. Jetzt im ersten viertel Jahr hatten die 80 Spielbanken ein Minus von 17,6 Prozent.
Das dürfte auch den Finanzminister nicht freuen, der Staat profitiert nämlich von den Casino-Erträgen,denn 50 Prozent kommen in den Landeshaushalt. Für die Spielbank-Standorte selbst fällt auch einiges ab: z.B. Stuttgart und Konstanz bekommen jährlich drei Millionen Euro, während Baden-Baden projektbezogen bezuschusst wird. Die restlichen Millionen fließen in Kultur und Tourismus.
Die Gründe für den Umsatzeinbruch sind vielschichtig. Einerseits ist es die wirtschaftliche Lage. „Unsere Kunden haben weniger Geld“. Hart getroffen hat es die Casinos auch wegen dem im August 2007 in Kraft getretene Rauchverbot, obwohl mit Raucherzonen darauf reagiert wurde. Aber insbesondere das Automatenspiel floriert nicht mehr so. Spielhallen, die bisher Snacks und Getränke verkauft haben, würden dies nun kostenlos anbieten und somit das Rauchverbot legal unterwandern. Denn damit fallen sie nicht mehr unter die Rubrik gemischter Betrieb. Zudem gibt es keine Einlasskontrollen, wie es den konzessionierten Spielbanken durch den neuen Staatsvertrag auferlegt ist, der außerdem zum Schutz vor Spielsucht die Werbung einschränkt und Spielaufforderungen verbietet.
Insgesamt ist die Konkurrenz gewachsen, wie z.B. das Internet und TV-Anstalten mit Gewinnspiele, die in das Millionengeschäft eingestiegen sind. Hinzu kommt „das illegale Spiel“ in verrauchten Hinterzimmern.


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