Casinos wehren sich gegen gelockerte Poker-Verordnungen
März 12, 2008
Die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) hat ihre Verordnungen im Dezember 2007 bezüglich Pokerturnieren gelockert. Pokertuniere können unter gewissen Bedingungen auch ausserhalb von Casinos veranstalltet werden, mit dem der Schweizer Casinoverband und das Casino Interlaken überhaupt nicht einverstanden sind.
Oliver Grimm, CEO des Casinos Interlaken erklärt (etwas gereizt):”Wir haben uns darauf geeinigt, dass nur der Casinoverband Auskunft zur Entscheidung des Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) gibt”.
Der Schweizer Casinoverband hat nun Beschwerde eingereicht, weil die ESBK im Dezember 2007 entschieden hat, dass Pokerturniere um Geld in gewissen Spielformen auch ausserhalb der Casinos legal gespielt werden dürfen, wenn keine kantonalen Bestimmungen dem im Wege stehen.
Der CEO konnte jedoch bestätigen, dass man im Casino Interlaken die Auswirkungen der Liberalisierung zu spüren bekomme: “Während unsere Pokerturniere früher sehr schnell ausgebucht waren, haben wir heute zum Teil Mühe, die Turniere zu füllen und die Spielerzahlen nehmen ab.”
Der Casinoverband hat zwei konkrete Gründe,” Als erstens hat der Bund den Grundsatz, dass Glücksspiele nur in kontrolliertem Rahmen durchgeführt werden dürfen – Poker ist für uns eindeutig ein Glücksspiel-zweitens kann bei privaten Pokerturnieren keine angemessene Kontrolle garantiert werden, z.B. bei der Rechtmässigkeit des Spielbetriebs und problematischen Spielern”. deswegen hat der Verband gegen den Entscheid der Spielbankenkommission Beschwerde eingereicht, erläutert der Geschäftsführer Marc Friedrich. Dass sich die Schweizer Casinos eventuell vor der Konkurrenz durch private Pokeranbieter fürchten und die Beschwerde Eigeninteresse sei, streitet er jedoch ab.



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